Leinwand, Rahmen oder Decke: Welches individuelle Haustierporträt passt wirklich in Ihr Zuhause?
Wenn Sie sich für ein individuelles Porträt Ihres Tieres entschieden haben, ist die zweite Frage nach „Welches Foto?“ diese: Was möchten Sie eigentlich damit tun? Dasselbe Foto wird zu einem ganz anderen Gegenstand, je nachdem, was Sie anfertigen lassen. Drei ehrliche Antworten.
Eine Leinwand will an die Wand
Eine auf Keilrahmen gespannte Leinwand ist ein Wandobjekt. Sie wirkt über einem Sofa, in einem Flur, über einem Wasserkocher – überall dort, wo ein kleines Gemälde Platz fände. Sie wird zunächst als Dekoration wahrgenommen, erst auf den zweiten Blick als Erinnerung. Darin liegt ihre Stärke in erwachsenen Häusern: Sie stellt ihre Gefühle nicht zur Schau.
Zur Leinwand passt ein stilles, beobachtetes Bild – der Ausdruck, den Ihr Tier hat, wenn es nicht weiß, dass Sie hinsehen. Vermeiden Sie grinsende Posen; sie wirken in Ölmalerei-Optik schnell karikaturhaft.
Ein gerahmter Druck will auf ein Regal, einen Kaminsims oder eine kleine Wand
Ein gerahmter Druck ist förmlicher als eine Leinwand – das Hartholz, die Museumsverglasung, der bewusst gesetzte, matte Rand wirken alle „offiziell“. Diese Förmlichkeit ist beabsichtigt. Besonders gut funktioniert er an zwei Orten: als Andenken (weil die Förmlichkeit wie Ehrerbietung wirkt) und auf einem Möbelstück, das Sie arrangieren und an dem Sie nicht einfach vorbeigehen – ein Kaminsims, eine Konsole, eine kleine Wand neben der Tür.
Gerahmte Drucke nehmen zudem eine Gravur auf – ein kleines Schild mit dem Namen und den Lebensdaten. Bei Andenken leistet dieses Schild den Großteil der Arbeit.
Eine Decke will aufs Sofa, auf den Schoß, ins Bett
Eine Porträtdecke ist ein vollkommen anderer Gegenstand. Sie ist keine Dekoration – sie ist etwas, unter das man sich setzt. Sie funktioniert, weil Haustiere es ähnlich halten; es entsteht eine Vertrautheit, keine Ironie. Falls Sie noch nie eine Fotodecke genutzt haben, hier der Test: Würden Sie sie sich an einem Winterabend tatsächlich überwerfen? Wenn das Bild gut gewählt und der Druck gewebt (nicht aufgedruckt) ist, ja. Handelt es sich um eine billige aus dem Supermarkt: nein.
Zur Decke passt ein Foto, das sich groß darstellen lässt – nah, frontal, mit deutlich lesbarem Gesicht. Weite Landschaftsfotos ergeben schlechte Decken.
Eine kurze Faustregel
Wand = Leinwand. Kaminsims + Andenken = Rahmen. Sofa + Schoß = Decke.
Wenn Sie nicht weiterwissen, fragen Sie sich, was Sie mit dem Bild an einem ruhigen Abend um Mitternacht tatsächlich täten. Daran vorbeigehen, es auf einem Regal sehen oder es sich auf den Schoß legen. Die richtige Antwort ist das richtige Produkt.